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Glossar

Alterspyramide

Unter dem Begriff Alterspyramide, oder auch Altersstruktur genannt, versteht man die relative Verteilung vorkommender Lebensalter in einer Gesellschaft. Alternative Begriffe sind „Lebensalterbaum“ und „Altersentwicklungspyramide“. Die Alterspyramide erhält ihren Namen vom Diagramm der Datensätze des Lebensalters. Fertigt man ein vertikales Streifendiagramm verschiedener Altersstufen an, ergibt sich daraus eine Pyramide, denn ursprünglich gab es im unteren Bereich bei jungem Alter hohe Ausschläge und im oberen Bereich für alte Menschen nur geringe Zahlen.

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In den letzten Jahren hat sich diese Pyramide in Deutschland umgekehrt. Dies resultiert aus der ständig steigenden Lebenserwartung der Menschen. Es gibt immer mehr alte Leute, die zusätzlich immer älter werden. Der Babyboom des Wirtschaftswunders in der BRD ist abgeklungen, heute werden durchschnittlich nur etwa 1,3 Kinder pro Frau geboren. Das führt dazu, dass sich die Alterspyramide im unteren Bereich ausdünnt, einen starken Ausschlag in der Mitte hat und auch oben eher breit als spitz zuläuft. In einigen Jahren wird das Bild der umgekehrten Pyramide immer deutlicher zu erkennen sein. Experten sprechen bei diesem Phänomen auch vom demographischen Wandel und einer „Überalterung der Gesellschaft“. Dies hat gerade für das geltende Umlagesystem bei der Rentenversicherung verheerende Auswirkungen auf die Gesellschaftsstruktur – immer mehr alte Menschen müssen von immer weniger nachkommenden Jungen versorgt werden.