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Glossar

Demografischer Wandel

Unter dem Begriff „demografischer Wandel“ wird die Veränderung innerhalb der Bevölkerung eines Landes, vor allem in Bezug auf die sogenannte Altersstruktur, verstanden. In heutigen modernen Gesellschaften ist seit Jahrzehnten eine deutliche Verschiebung der Altersstruktur dahingehend zu verzeichnen, dass die Fertilität (Geburtenrate) niedrig ist, während die Mortalität (Sterberate) steigt. Zudem werden die Menschen immer älter, wodurch ein Ungleichverhältnis zwischen Jung und Alt entsteht, was als Übersterblichkeit bezeichnet wird. In Entwicklungsländern hingegen verhält es sich umgekehrt, da dort der Anteil der jüngeren Menschen den der älteren wesentlich übersteigt.

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Die niedrige Geburtenrate und die Übersterblichkeit sind eine gesundheits- als auch sozialpolitische Herausforderung, die jedoch bisher noch keine unlösbaren Probleme bereitet hat. Immerhin zeigt die wachsende Lebenserwartung, dass die Lebensbedingungen vor allem aufgrund des gut funktionierenden Gesundheits- und Sozialwesens im Allgemeinen sehr gut sind. Allerdings verursacht der demografische Wandel zunehmend Probleme in der Finanzierung der Renten, da es mehr Rentenberechtigte als erwerbstätige Beitragszahler gibt. Die staatliche Rente genügt schon heute nicht mehr, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Durch verschiedene private Maßnahmen wie Riester-Rente oder den Erwerb einer Immobilie ist es möglich die Versorgungslücke der Rente schon im Vorfeld auszugleichen.