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Glossar

Was versteht man unter seniorengerechten Wohnungen

Gerade im Alter bestimmt die Wohnqualität die Lebensqualität eines Menschen ganz entscheidend. Zu den wichtigsten Vorbereitungen auf den Lebensabend gehört es deshalb, sich schon früh Gedanken über eine passende Wohnung fürs Alter zu machen. Das schließt oft sogar die Suche nach einer Wohnung zu ziehen, die den Anforderungen des Alters genügt. Diese Wohnungen tragen oft das Prädikat „seniorengerecht“.

Bedarfsgerechtes Wohnen

Seniorengerechte Wohnungen sollten bestimmte Erwartungen erfüllen. Zu den wichtigsten Gesichtspunkten gehört es, dass ältere Menschen, ganz gleich, ob Single oder Paare, dort lange selbstbestimmt und selbstständig wohnen können. Senioren müssen nicht automatisch auch pflegebedürftig sein. Im Gegenteil: Laut Bundesministerium für Gesundheit brauchen etwa sechzig Prozent der über 85jährigen gar keine Pflege. Dennoch müssen seniorengerechte Wohnungen schon von vornherein für den Fall der Pflegebedürftigkeit ihrer Bewohner ausgerichtet sein.

Grundsätzlich sollten Wohnungen für Senioren deshalb barrierefrei sein. Ohne Schwellen zwischen Flur und Zimmern oder Stufen in bestimmten Bereichen sollte die Wohnung frei begehbar und bei Einschränkung der Bewegungen ungehindert zugänglich sein. Die Breite sämtlicher Türen muss so ausgelegt sein, dass ein älterer Mensch ohne Probleme mit einem Rollator und im Fall der Fälle sogar mit einem Rollstuhl hindurchfahren kann. Dafür muss die Breite der Türen mindestens 80 cm für Rollatoren und 90 cm für Rollstühle betragen. Ausreichend müssen auch die Bewegungsflächen im Flur, der Küche und dem Bad sein. Wichtig ist, dass es in diesen Räumen einen bestimmten Wendekreis für diese rollenden Bewegungshilfen gibt. In das Bad selbst gehört eine bodengleiche Dusche oder mindestens eine andere Möglichkeit für die selbstständige und sichere Körperpflege. Auch die technische Ausstattung der gesamten Wohnung, wie etwa die Beleuchtung, sollte unbedingt Sicherheit gewähren. Nicht zuletzt sollte eine seniorengerechte Wohnung mit unterschiedlichen Hilfsmitteln versehen sein. Möglichkeiten sind hier etwa Sitz- sowie Aufstehhilfen und Haltegriffe.

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Seniorengerechte Wohnungen müssen eine genügend große Wohnfläche bieten. Ältere Menschen, die aus einem Haus oder einer großen Wohnung in ein altersgerechtes Zuhause ziehen, bringen Gegenstände und Einrichtungen mit, von denen sie sich nicht trennen möchten. Zwei bis drei Zimmer darf auch eine seniorengerechte Wohnung ruhig haben. Sie ist für das Leben im Alter, für Besuch von Freunden und der Familie ausgelegt. Auch Interessen und Hobbys von Senioren verlangen nach einer ausreichenden Wohnungsgröße.

Die richtige Wahl treffen

Wer sich für eine seniorengerechte Wohnung entscheiden möchte, sollte bei der Besichtigung auch auf Details außerhalb der Wohnung achten. Ideal ist ein Aufzug, mit dem ohne Schwierigkeiten Höhenunterschiede innerhalb des Hauses überwinden werden können. Auch hier sollte der Zugang mit einem Rollator oder einem Rollstuhl gefahrlos möglich sein. Ein Treppenhaus mit Handläufen auf beiden Seiten unterstützt die Bewegungsabläufe für Menschen im höheren Alter. Gut hör- und sichtbare Klingeln sowie eine perfekte Ausleuchtung von Fluren sind weitere Details.

Das Umfeld muss stimmen

Senioren gehören nicht an den Rand der Stadt. Im Gegenteil. Seniorengerecht zu wohnen bedeutet auch, dass das Wohnumfeld stimmt. Ein wichtiger Aspekt ist die Barrierefreiheit der gesamten Wohnanlage. Supermärkte und andere Versorgungsangebote sollten fußläufig erreichbar sein. Das gilt auch für die Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Die Wohnanlage und ihr Umfeld eignen sich dann besonders gut für Senioren, wenn soziale Netze erhalten bleiben oder neu geknüpft werden können. Das geht am besten, wenn die Bevölkerungsstruktur im Wohnumfeld stimmt. Neben älteren Menschen sollten dort also auch Familien mit Kindern wohnen.

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